{"id":1415,"date":"2020-04-18T23:00:52","date_gmt":"2020-04-18T23:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1415"},"modified":"2020-05-09T15:36:56","modified_gmt":"2020-05-09T15:36:56","slug":"museums-wort-zum-sonntag","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1415","title":{"rendered":"Museums-Wort zum Sonntag: 03.05.2020"},"content":{"rendered":"\n<p>  Zum Wochenabschluss gibt es das Museums-Wort zum Sonntag. Hier geht das Stadtmuseum Kaiserslautern Woche f\u00fcr Woche das Alphabet durch und erl\u00e4utert pro Buchstabe einen Begriff zur Museumsarbeit, zu wissenschaftlichen Methoden und aktuellen Diskussionen. Diese Kategorie erlaubt dem Publikum am Bildschirm, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.  <\/p>\n\n\n\n<p> (<a href=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1469\"><strong>Zum Museumswort vom 12.04.2020<\/strong><\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1504\"><strong>(Zum Museumswort vom 19.04.2020)<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>(<a href=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1542\"><strong>Zum Museumswort vom 26.04.20202<\/strong><\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h4> Das Museumswort zum Sonntag<\/h4>\n\n\n\n<h4><strong>D wie Depot<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>In einem Museumsdepot sind Sammlungsbest\u00e4nde eingelagert, die\naktuell nicht ausgestellt werden. Je nach Platzbedarf und -angebot befinden\nsich entsprechende R\u00e4umlichkeiten im Museumsgeb\u00e4ude selbst oder in einem\nAu\u00dfenlager. Sehr viele Objekte mit unterschiedlichen konservatorischen\nAnforderungen machen mitunter mehrere Aufbewahrungsorte erforderlich. <\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"396\" height=\"334\" class=\"wp-image-1546\" style=\"width: 350px;\" src=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/BILD_Depot_03_05_2020.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" srcset=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/BILD_Depot_03_05_2020.jpg 396w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/BILD_Depot_03_05_2020-300x253.jpg 300w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/BILD_Depot_03_05_2020-150x127.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 396px) 100vw, 396px\" \/>Fr\u00fcher, in den ersten musealen Ausstellungen, ging es tats\u00e4chlich um das Zeigen von Masse. Heute \u201eschlummern\u201c im Schnitt 40\u201390 % der Best\u00e4nde eines Museums im Depot. Warum pr\u00e4sentieren die Museen nicht all ihre Sch\u00e4tze der \u00d6ffentlichkeit? Nun, zum einen m\u00fcssten die Ausstellungsfl\u00e4chen schier riesig sein, damit jedes Exponat seine Wirkung entfalten kann und das Anschauen f\u00fcr die G\u00e4ste problemlos m\u00f6glich ist. Zum anderen hat sich bei den Ausstellungsmacher*innen der Ansatz durchgesetzt, dass die inhaltliche und inszenatorische Zusammenstellung der Objekte einem roten Faden folgen sollte. Was nicht zum \u00fcbergeordneten Thema passt, (zer)st\u00f6rt meist die logische, klare Struktur, und eine stark verdichtete Pr\u00e4sentation wirkt schnell chaotisch und vollgequetscht. Das ist nicht nur verwirrend, un\u00fcbersichtlich und erm\u00fcdend, sondern geradezu formlos. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgew\u00e4hlte Objekte aus dem Depot kommen in\nSonderausstellungen zum Einsatz. Eine andere M\u00f6glichkeit, um etwas \u201eneues\nAltes\u201c zu pr\u00e4sentieren, bieten modular aufgebaute Dauerausstellungen, bei denen\nsich einzelne Elemente austauschen lassen. Au\u00dferdem gibt es in einigen\nEinrichtungen so genannte Schaudepots \u2013 dort k\u00f6nnen Besucherinnen und Besucher gewisserma\u00dfen\neinen Blick hinter die Kulissen erhaschen . Allerdings muss dabei sowohl die\nSicherheit des Publikums als auch \u2013 ganz besonders \u2013 die der Objekte gew\u00e4hrleistet\nsein. Deswegen \u00f6ffnen Schaudepots in der Regel nur zu besonderen Anl\u00e4ssen ihre\nTore.<\/p>\n\n\n\n<p>In Depots existieren durchaus G\u00fcter, die nie ins Licht der\n\u00d6ffentlichkeit r\u00fccken. Warum hebt man solche Objekte dann \u00fcberhaupt auf? Wer\nunseren Text zum Museumswort \u201eB wie Bewahren\u201c gelesen hat, wei\u00df, dass nicht nur\ndas Ausstellen und Vermitteln zu den Aufgaben eines Museums geh\u00f6ren, sondern\nauch das Sammeln, Forschen und Bewahren. Die Zeugnisse der Geschichte und\nKultur sollen f\u00fcr die Nachwelt erhalten und der Forschung zug\u00e4nglich gemacht\nwerden. Daher stehen Museumsdepots \u2013 vergleichbar mit \u00f6ffentlichen Archiven \u2013 \u00fcblicherweise\nauch Wissenschaftler*innen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Museale Lagerst\u00e4tten m\u00fcssen bestimmte Anforderungen im\nHinblick auf den Aufbau und die Einrichtung erf\u00fcllen, damit die darin\nbefindlichen G\u00fcter m\u00f6glichst unbeschadet die Zeit \u00fcberstehen. Raumklima,\nBeleuchtung, Art der Lagerung \u2013 diese und viele weitere Faktoren gilt es zu beachten\nund zu kontrollieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Weil im Depot eine gewisse Ordnung herrschen sollte, tr\u00e4gt\njedes Objekt im Idealfall \u2013 \u00e4hnlich wie ein Buch in der Stadtbibliothek \u2013 eine\nKennzeichnung, eine Art Code, so dass es an Ort und Stelle zu finden und\ninhaltlich-systematisch einzuordnen ist. Wenn ein historisch bedeutsames St\u00fcck in\nden Besitz des Stadtmuseums Kaiserslautern \u00fcbergeht, wird es buchhalterisch\nerfasst, konservatorisch begutachtet, versichert und inventarisiert. Der\nletztgenannte Vorgang, das Inventarisieren, ist eine aufw\u00e4ndige und\nzeitintensive Arbeit, der sich zum Beispiel Kustod*innen, Museolog*innen oder\nRegistrar*innen widmen. F\u00fcr die fachgem\u00e4\u00dfe Betreuung eines Depots sorgen zudem\nRestaurator*innen und Museumstechniker*innen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Sara Br\u00fcck, Simone Holt)<\/p>\n\n\n\n<p>Abb.: Bewegliche H\u00e4ngevorrichtungen f\u00fcr Gem\u00e4lde sind nicht\nnur platzsparend, sondern garantieren auch, dass die Bilder noch viele Jahre\nunbeschadet \u00fcberstehen.<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Wochenabschluss gibt es das Museums-Wort zum Sonntag. Hier geht das Stadtmuseum Kaiserslautern Woche f\u00fcr Woche das Alphabet durch und erl\u00e4utert pro Buchstabe einen Begriff zur Museumsarbeit, zu wissenschaftlichen Methoden und aktuellen Diskussionen. Diese Kategorie erlaubt dem Publikum am Bildschirm, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. (Zum Museumswort vom\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1415\"><span>mehr &#8230;<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1567,"menu_order":7,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"templates\/template-onecolumn.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1415"}],"collection":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1415"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1415\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1574,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1415\/revisions\/1574"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}