{"id":1469,"date":"2020-04-19T07:50:42","date_gmt":"2020-04-19T07:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1469"},"modified":"2020-05-09T15:36:06","modified_gmt":"2020-05-09T15:36:06","slug":"museumswort-zum-sonntag-12-04-2020","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1469","title":{"rendered":"Museumswort zum Sonntag:  12.04.2020"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n\n\n<p>  <\/p>\n\n\n\n<h4><\/h4>\n\n\n\n<h3><strong>A wie Ausstellung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Ausstellung ist eine st\u00e4ndige oder tempor\u00e4re \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentation von Exponaten \u2013 das k\u00f6nnen Objekte, Kunstwerke, Dokumente, arch\u00e4ologische Fundst\u00fccke o. \u00c4. sein. Das Stadtmuseum Kaiserslautern zeigt vor allem Ausstellungen zur (Kultur-)Geschichte der Region. Dabei spielen sowohl einzelne historische Ereignisse und bekannte Pers\u00f6nlichkeiten als auch Entwicklungen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum eine Rolle. Themenausstellungen verkn\u00fcpfen oftmals verschiedene Bereiche und beleuchten z. B. gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und technische Aspekte. <\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"350\" height=\"467\" align=\"right\" class=\"wp-image-1402\" style=\"width: 250px;\" src=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01b.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01b.jpg 350w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01b-225x300.jpg 225w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01b-112x150.jpg 112w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/>In der so genannten Dauerausstellung des Stadtmuseums, eingerichtet im oberen Stockwerk des Theodor-Zink-Museums, werden ausgesuchte St\u00fccke aus der eigenen Sammlung pr\u00e4sentiert. F\u00fcr eine ansprechende Inszenierung ist es elementar, nicht wahllos Dinge zusammenzustellen, sondern systematisch, nach einer bestimmten Logik vorzugehen. Beispielsweise gibt eine Chronologie einen nachvollziehbaren Rahmen vor. Die vom wissenschaftlichen Personal erarbeitete Pr\u00e4sentation im Stadtmuseum Kaiserslautern hat ebenfalls einen solchen roten Faden, anhand dessen man der \u201eStadtgeschichte von den Anf\u00e4ngen bis zur Gegenwart\u201c folgen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine Dauerausstellung soll und muss in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcberpr\u00fcft, erg\u00e4nzt und neuen Erkenntnissen und Bed\u00fcrfnissen angepasst werden. Ein Trend im Museumsbetrieb geht dahin, Ausstellungen aus Modulen aufzubauen, so dass sich bei Bedarf einzelne Einheiten austauschen lassen. Dadurch k\u00f6nnen die Museumsmitarbeitenden flexibel auf aktuelle Geschehnisse, wichtige Jubil\u00e4en oder bedeutende Neuerwerbungen bzw. Schenkungen reagieren und bislang nicht gezeigte Objekte einbringen. So bietet selbst eine Dauerausstellung immer wieder \u00fcberraschende Ver\u00e4nderungen, welche mitunter sogar die permanent bleibenden Herzst\u00fccke einer Sammlung in einen neuen Kontext r\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonderausstellungen werden nur in einem begrenzten Zeitrahmen gezeigt. Sie vertiefen ein Spezialthema, wie zum Beispiel das Werk eines K\u00fcnstlers, und stellen bedeutende Epochen und Ereignisse aus Kultur, Geschichte und Wissenschaft u.v.m. vor. Zu den Exponaten aus den eigenen Best\u00e4nden kommen dann oftmals Leihgaben aus anderen Institutionen oder von privaten Sammlern hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellungen bed\u00fcrfen einer recht langen und sehr umfassenden Planung. Am Anfang existiert meist \u201enur\u201c eine Idee, die u. a. durch wissenschaftliche Recherchen und die Beratung von Fachleuten in ein Konzept m\u00fcndet. Wenn die Inhalte und die Zielrichtung genauer definiert, der Umfang und die r\u00e4umlichen Gegebenheiten abgesteckt sind, steht die Auswahl der Werke an. Einige davon m\u00fcssen ggf. ausgeliehen und nach Kaiserslautern transportiert, alle Exponate m\u00fcssen versichert und im Ausstellungsraum richtig platziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"350\" height=\"263\" align=\"right\" class=\"wp-image-1401\" style=\"width: 250px;\" src=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01a.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01a.jpg 350w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01a-300x225.jpg 300w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sonntag01a-150x113.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/>Um eine ebenso ansprechende wie funktionale Inszenierung zu bewerkstelligen, \u00fcberlegt sich das Ausstellungsteam eine sinnstiftende Anordnung (siehe oben). Zum passenden Arrangement geh\u00f6ren zudem die barrierefreie Wegf\u00fchrung, die Ausstellungsarchitektur \u2013 Wandelemente, Podeste, Vitrinen \u2013 und die Ausleuchtung. Texte zur Einf\u00fchrung, zur \u00dcbersicht und zur Vorstellung einzelner Exponate, manchmal erg\u00e4nzt um Audio- oder Videobeitr\u00e4ge, sind essenzielle didaktische (= lehrreiche, verst\u00e4ndlich anleitende) Mittel. Durch eine gezielte und vorausschauende Pressearbeit und ein ebensolches Marketing kommen die Informationen zur Ausstellung bzw. die Werbematerialien wie etwa Plakate und Brosch\u00fcren rechtzeitig in Umlauf. Begleitprogramme wie Themenf\u00fchrungen, Lesungen, Vortr\u00e4ge oder Konzerte werden organisiert. Nicht zuletzt erf\u00e4hrt das Aufsichtspersonal eine eingehende Schulung vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>An einer Ausstellung arbeiten viele verschiedene Personen mit. Um nur einige Beispiele zu nennen: Kuratoren erstellen das Konzept, formulieren die Inhalte, treffen die Auswahl der Exponate und widmen sich der wissenschaftlichen Aufbereitung. Konservatoren haben die sichere, st\u00f6rungsfreie und materialgerechte Pr\u00e4sentation der sensiblen Objekte im Auge. Museumsp\u00e4dagogen entwickeln und organisieren geeignete Vermittlungsangebote f\u00fcr ein diverses Publikum. Szenografen und Techniker sorgen f\u00fcr die gelungene, stimmige Inszenierung. Mitarbeitende der Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit schreiben Pressemitteilungen und Infotexte, Grafiker gestalten Plakate, Einladungen und Kataloge, Lektoren korrigieren die schriftlichen Beitr\u00e4ge. Aufsichtskr\u00e4fte sind f\u00fcr die Zug\u00e4nglichkeit zur Ausstellung zust\u00e4ndig, sie geben Hinweise zur Orientierung und k\u00fcmmern sich um die Sicherheit sowohl der Exponate als auch der Besucher. Manchmal, gerade in kleineren Einrichtungen wie dem Stadtmuseum Kaiserslautern, b\u00fcndeln sich mehrere Aufgaben in einer Person.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue Vermittlungsans\u00e4tze setzen auf interaktive Ausstellungen, bei denen die Besucher selbst etwas ausprobieren oder gestalten k\u00f6nnen. Dabei kommen h\u00e4ufig Multimedia-Angebote zum Einsatz. Technische Errungenschaften wie Augmented oder Virtual Reality sorgen f\u00fcr neue Wahrnehmungserlebnisse und er\u00f6ffnen \u2013 im Wortsinn \u2013 andere Perspektiven auf die Exponate. Audio- oder Videoguides erm\u00f6glichen eine gr\u00f6\u00dfere Barrierefreiheit, indem sie die Ausstellungen in verschiedenen Sprachen, aber auch f\u00fcr Blinde oder Geh\u00f6rlose erl\u00e4utern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellungen k\u00f6nnen an \u00f6ffentlichen oder privaten Orten gezeigt werden. Beispiele f\u00fcr Architektur speziell f\u00fcr Ausstellungen sind Kunsthallen, Glyptotheken, Pinakotheken etc. Auch in Rath\u00e4usern, Kirchen, Bibliotheken oder Bereichen des \u00f6ffentlichen Raums werden sehr h\u00e4ufig Ausstellungen gezeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>(Sara Br\u00fcck, Simone Holt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fotos:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abb. 1: Augustas Serapinas, Blue Pen 2018\/19, Turin, Artissima 2019 (Foto: S. Br\u00fcck) <br>Abb. 2: Uschebtis, Turin, \u00c4gyptisches Museum (Foto: S. Br\u00fcck) <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A wie Ausstellung Eine Ausstellung ist eine st\u00e4ndige oder tempor\u00e4re \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentation von Exponaten \u2013 das k\u00f6nnen Objekte, Kunstwerke, Dokumente, arch\u00e4ologische Fundst\u00fccke o. \u00c4. sein. Das Stadtmuseum Kaiserslautern zeigt vor allem Ausstellungen zur (Kultur-)Geschichte der Region. 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