{"id":1504,"date":"2020-04-26T10:34:33","date_gmt":"2020-04-26T10:34:33","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1504"},"modified":"2020-05-09T15:36:21","modified_gmt":"2020-05-09T15:36:21","slug":"museums-wort-zum-sonntag-19-04-2020","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1504","title":{"rendered":"Museums-Wort zum Sonntag: 19.04.2020"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum Wochenabschluss gibt es das Museums-Wort zum Sonntag. Hier geht das Stadtmuseum Kaiserslautern Woche f\u00fcr Woche das Alphabet durch und erl\u00e4utert pro Buchstabe einen Begriff zur Museumsarbeit, zu wissenschaftlichen Methoden und aktuellen Diskussionen. Diese Kategorie erlaubt dem Publikum am Bildschirm, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1469\">(Zum Museumswort vom 12.04.2020)<\/a><\/p>\n\n\n\n<h4>Das Museumswort zum Sonntag<\/h4>\n\n\n\n<h4><strong>B wie Bewahren<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Neben dem Sammeln, Forschen, Ausstellen und Vermitteln geh\u00f6rt das Bewahren zu den Hauptaufgaben von Museen. Schlie\u00dflich sollen die Zeugnisse der Vergangenheit und der Gegenwart auch f\u00fcr die Nachwelt dauerhaft gesichert und erhalten bleiben. Dabei sind folgende drei Herausforderungen zu meistern: <\/p>\n\n\n\n<h4>Vorbeugen:<\/h4>\n\n\n\n<p>Der verantwortungsvolle, achtsame Umgang mit dem kulturellen Erbe ist eine Aufgabe, die ein Museum gar nicht ernst genug nehmen kann. Dem Schutz der Objekte, egal ob vor Diebstahl, Vandalismus oder sch\u00e4dlichen Umwelteinfl\u00fcssen, kommt h\u00f6chste Priorit\u00e4t zu. So erh\u00f6ht z. B. die richtige Lagerung die Wahrscheinlichkeit, dass sich sp\u00e4tere Restaurierungsma\u00dfnahmen in Grenzen halten. Denn aufw\u00e4ndige Spezialarbeiten sind nicht nur teuer, sondern f\u00fchren \u2013 auch wenn sie noch so fachkundig und sensibel ausgef\u00fchrt worden sind \u2013 einen Schritt weg vom Originalzustand.<\/p>\n\n\n\n<h4>Konservieren bzw. Pr\u00e4parieren:<\/h4>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"352\" height=\"371\" class=\"wp-image-1471\" style=\"width: 350px;\" align=\"right\" src=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/B_Bewahren_FOTO.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/B_Bewahren_FOTO.jpg 352w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/B_Bewahren_FOTO-285x300.jpg 285w, https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/B_Bewahren_FOTO-142x150.jpg 142w\" sizes=\"(max-width: 352px) 100vw, 352px\" \/>Konservieren bedeutet ein m\u00f6glichst unverf\u00e4lschtes Bewahren des Objekts. Es soll nicht \u201eperfekt\u201c und wie neu aussehen, sondern seine Geschichte erz\u00e4hlen, zu der eben auch Alterungs- und Gebrauchsspuren geh\u00f6ren. Um den Ist-Zustand eines Gegenstands zu erhalten, m\u00fcssen die Ausstellungsfl\u00e4chen und das Depot eines Museums haustechnisch und bauphysikalisch bestm\u00f6glich auf die sensiblen Sammlungsobjekte abgestimmt sein. Besondere Beachtung verdient das Mikroklima \u2013 Feuchtigkeit und Temperatur \u2013 sowie die Lux-Zahl der Beleuchtung und deren Abw\u00e4rme. Die erforderlichen Rahmenbedingungen k\u00f6nnen je nach Sammlungsbestand stark variieren. Man muss also oft gesonderte Aufbewahrungsbereiche mit verschiedenen mikroklimatischen Eigenschaften einrichten und alles immer wieder kontrollieren und gegebenenfalls anpassen. Verpackungsmaterialien d\u00fcrfen keine Weichmacher oder S\u00e4ure enthalten, Farben keine sch\u00e4dlichen Stoffe ausd\u00fcnsten. Holz muss frei von Sch\u00e4dlingen sein, sollte aber auch nicht mit bestimmten Giften behandelt worden sein. Die Liste lie\u00dfe sich weiter fortsetzen\u2026 Das A und O bilden der fachgerechte Umgang mit der Sammlung und die regelm\u00e4\u00dfige, zumindest stichprobenartige Begutachtung der Objekte. Besch\u00e4digungen, Schimmel- oder Tierbefall erfordern eine schnelle Reaktion, sonst droht im schlimmsten Fall der Verlust.<\/p>\n\n\n\n<h4>Restaurieren:<\/h4>\n\n\n\n<p>Restauratorische Ma\u00dfnahmen sind auf eine Verbesserung des Objektzustandes, nicht auf dessen Ver\u00e4nderung ausgerichtet. Deswegen sollen sie so weit wie m\u00f6glich reversibel (d. h. umkehrbar) ausgef\u00fchrt werden. Durch Restaurierungen lassen sich Sch\u00e4den ausbessern, die sich vergr\u00f6\u00dfern k\u00f6nnten, oder Objekte in einen fr\u00fcheren Zustand versetzen, der f\u00fcr eine h\u00f6here Wertsch\u00e4tzung sorgt, indem man zum Beispiel verlorene Details \u201eoriginalgetreu\u201c wiederherstellt. Dabei ist es eine wichtige und nicht immer leicht zu beantwortende Frage, welchen historischen Zustand man zugrunde legt. Soll zum Beispiel von einer mittelalterlichen Skulptur die alte Fassung (= kunstvolle Bemalung) aus dem 19. Jahrhundert entfernt werden, damit man die Reste der urspr\u00fcnglichen Fassung restaurieren kann? In Museen steht aber niemals zur Debatte, historische Gegenst\u00e4nde \u2013 seien es nun Gebrauchswaren oder Artefakte \u2013 gem\u00e4\u00df den heutigen \u00e4sthetischen Vorstellungen zu \u201eversch\u00f6nern\u201c. Die einzelnen Schritte einer Restaurierung werden fotografisch und schriftlich genau dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese drei Punkte gew\u00e4hrleisten das Bewahren von Kulturg\u00fctern f\u00fcr die Nachwelt. Die Aufgabe des  Bewahrens ist vielf\u00e4ltig, anspruchsvoll und geh\u00f6rt in die H\u00e4nde von exzellent  ausgebildeten Fachleuten. Gerade kleinere Museen haben nicht immer die  Ressourcen, solche Experten fest anzustellen. Sie greifen deshalb oft auf die  Dienste Externer zur\u00fcck, wenn es um Fragen der Sicherheit, Konservierung und  Restaurierung geht.<\/p>\n\n\n\n<p>(Sara Br\u00fcck, Simone Holt)<\/p>\n\n\n\n<p>Abb.: Technische\nMessinstrumente wie dieser Hygrograph \u00fcberwachen das sichere Klima im Raum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Wochenabschluss gibt es das Museums-Wort zum Sonntag. Hier geht das Stadtmuseum Kaiserslautern Woche f\u00fcr Woche das Alphabet durch und erl\u00e4utert pro Buchstabe einen Begriff zur Museumsarbeit, zu wissenschaftlichen Methoden und aktuellen Diskussionen. Diese Kategorie erlaubt dem Publikum am Bildschirm, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. (Zum Museumswort vom\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/?page_id=1504\"><span>mehr &#8230;<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1567,"menu_order":9,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"templates\/template-onecolumn.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1504"}],"collection":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1504"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1504\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1506,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1504\/revisions\/1506"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stadtmuseum-kl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}