Aktuelle Sonderausstellungen

ANZEICHEN – Bettina Reisky | Objekte | Drucke | Malerei

Das Stadtmuseum Kaiserslautern (Theodor-Zink-Museum│Wadgasserhof) zeigt ab Samstag, 21. Mai bis 17. Juni 2022 in einer großen Einzelausstellung mit dem Titel „AnZeichen“ etwa 50 Werke der Münchner Künstlerin Bettina Reisky.

Die Ausstellung wird am 21. Mai 2022 im Rahmen einer feierlichen Vernissage um 11 Uhr eröffnet. Es werden, in Anwesenheit der Künstlerin, die Bürgermeisterin Beate Kimmel und der Museumsleiter Dr. Bernd Klesmann einleitende Worte sprechen.

Bettina Reiskys Kunstwerke sind eine Art Reflexion der Befragung des Lebens. Ihre Arbeiten scheinen eine Übung zur Wahrnehmung und Spiegel unserer Erfahrungen zu sein. In den ausschließlich monochromen Werken beschäftigt sie sich reflexiv und in abstrakter Wiese mit den Zeichen und Spuren von Erinnertem und Erlebtem. Es entstehen keine konkreten Gegenstände, sondern Projektionsflächen in Form von kleinen und großen Tableaus. Bettina Reisky fühlt sich der Malerei sehr nahe, ihre Bildobjekte ähneln jedoch Skulpturen und handwerklich arbeitet sie ähnlich einer Bildhauerin. Ihre subtilen Flächen mit ihren archaischen Anmutungen erscheinen wie Landkarten der Zeit und öffnen, Spiegeln gleich, den Blick auf die eigenen Sehnsüchte und Erinnerungen.

Einladung zur Ausstellung (PDF-Datei)

Stadtmuseum: Ausstellung über die Kammgarnspinnerei

Verlängert bis 26. Juni 2022

„Am wollenen Faden: Die Kammgarnspinnerei Kaiserslautern“ lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Stadtmuseum (Theodor-Zink-Museum / Wadgasserhof), die noch bis zum 26. Juni 2022 läuft. Gezeigt werden Fotografien, Dokumente und Objekte aus dem eigenen Bestand und dem Stadtarchiv. Aber auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Kaiserslautern und der Region steuerten nach einem Aufruf persönliche Erinnerungsstücke zur Überblicksschau bei. „Herausgekommen ist eine sehr vielseitige und eindrucksvolle Sammlung von Exponaten, die zeigt, wie fest die Kammgarnspinnerei in der Bevölkerung verankert war und auch heute noch ist“, so Bürgermeisterin und Kulturdezernentin Beate Kimmel, die zusammen mit den beiden Kuratierenden, Museumsleiter Bernd Klesmann und Mitarbeiterin Simone Holt, die Ausstellung am 19. Februar eröffnete.

Die 1857 gegründete Kammgarnspinnerei Kaiserslautern war die erste große Fabrik in der Stadt und zeitweise eine der größten ihrer Art in Europa. Fast 125 Jahre lang prägte das Unternehmen das Arbeitsleben vieler Menschen. Nach der Insolvenz und der Demontage der Produktionsanlagen im Jahr 1982 entwickelte sich das Areal mit Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz zu einem bedeutenden Wissenschafts- und Kulturstandort. Heute beherbergen die früheren Werkshallen und Verwaltungsgebäude die Hochschule Kaiserslautern und das Kulturzentrum Kammgarn.

Die Ausstellung spürt anhand von Bildern, Schriften und Gegenständen aus verschiedenen Jahrzehnten der Geschichte der Kammgarnspinnerei Kaiserslautern nach. Verknüpft mit den Zeitzeugenberichten ehemaliger Mitarbeitender werfen persönliche Dinge und Aufnahmen Schlaglichter auf den Arbeitsalltag, aber auch auf die Freizeitaktivitäten der Belegschaft. Daneben zeigen Schautafeln, Werkzeuge und Geräte die technische Seite der Produktion auf. Das Staatliche Textil- und Industriemuseum (tim) Augsburg stellte drei Präzisionswaagen, die Mess- und Prüfverfahren veranschaulichen, als Leihgaben zur Verfügung.

In einem eigens eingerichteten Kinderbereich steht u. a. ein Kamishibai-Theater bereit, das auf Bildkarten den Weg vom Schaf zur Wolle und zum Pullover darstellt. Wer ein wolliges Souvenir mit nach Hause nehmen mag, kann eines der legendären Kammgarn-Schäfchen erwerben.

Luftbild von 1973 (Quelle: Stadtarchiv Kaiserslautern)

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms sind auch zwei Erzählcafés geplant; das erste findet voraussichtlich am Sonntag, 3. April 2022, um 15 Uhr, statt.

Für den Besuch der Ausstellung in der Scheune des Theodor-Zink-Museums gilt aktuell die 3G-Regel.

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt Sonderausstellung
5,00 € / 2,50 € (ermäßigt)

(Quelle: Stadtmuseum Kaiserslautern)

Ausstellung „Hängengeblieben / Stayed“

verlängert bis 08. Mai 2022

Das Stadtmuseum Kaiserslautern (Theodor-Zink-Museum│Wadgasserhof) zeigt ab Samstag, 05. Februar 2022, die neue Sonderausstellung „Hängengeblieben / Stayed“. Im Mittelpunkt stehen Lebensgeschichten von Personen aus den USA, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Deutschland geblieben sind. Gezeigt werden 15 großformatige Hochglanzfotografien des Kaiserslauterner Fotografen Thomas Brenner, die um Texttafeln mit entsprechenden Biografien ergänzt sind. Konzipiert wurde die Ausstellung, die um 11:00 Uhr eröffnet wird, von Michael Geib, Leiter des Docu Center Ramstein (DCR). Die Ausstellung ist zweisprachig, in Deutsch und Englisch, aufgebaut und kann während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Diese sind Mittwoch bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Zur Ausstellung ist außerdem ein 36-seitiger Begleitkatalog mit allen Portraits und Texten, ebenfalls in Deutsch und Englisch, erschienen.

Seit den frühen 1950er Jahren ist das US-Militär in Rheinland-Pfalz präsent. Die Zahl der US-Bürgerinnen und -Bürger, die seither als Militärs, deren Angehörige oder Zivilangestellte hier gelebt haben, geht in die Millionen. Zeitweise machten sie fünf Prozent der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung aus, aktuell wird ihre Zahl zwischen Vierzig- und Fünfzigtausend geschätzt.

Foto (c) Stadtmuseum: Blick in die Ausstellung.

In den vergangenen Jahrzehnten sind neben all jenen, die nach der Dienstzeit in ihre Heimat zurückgekehrt sind, auch einige bei uns geblieben. Genaue Zahlen und Hintergründe sind bisher nicht bekannt, weshalb das Docu Center Ramstein in seinem Ausstellungprojekt „Hängengeblieben / Stayed“ ein erstes Augenmerk auf genau diese Personen richtet, die sich zum Bleiben in Deutschland entschieden haben. Dabei war es das Ziel, Menschen mit möglichst unterschiedlichen biografischen Hintergründen und Erfahrungen zu finden.

In Einzelgesprächen hat das DCR versucht, etwas über die individuellen Lebenswege der hier „Hängengebliebenen“ zu erfahren. Dabei standen die Beweggründe für das Verlassen der Heimat, das An- und Zurechtkommen in Deutschland sowie die ganz persönlichen Gefühle und Eindrücke im Vordergrund der Interviews. Auf deren Grundlage fertigte Thomas Brenner seine ausdrucksstarken Porträtstudien im entsprechenden Umfeld der Befragten an.

Letztendlich sind so 15 ganz persönliche Lebensgeschichten in Bild und Wort entstanden. Dabei reicht das Spektrum der Abgebildeten von einem alten Vietnam-Veteran über eine junge Deutsch-Amerikanerin in zweiter Generation bin hin zur Burgen liebenden US-Rentnerin mit jamaikanischen Wurzeln und einem Ex-Militärpolizisten, der als Zeitzeuge an seinem ehemaligen Arbeitsplatz Führungen für Besucherinnen und Besucher durchführt. Die ausgewählten Biografien erheben dabei keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr wollen die unterschiedlichen Lebensschicksale auf ein spannendes, bisher kaum beachtetes Kapitel deutsch-amerikanischer Nachkriegsgeschichte aufmerksam machen.

(Quelle: Pressemitteilung Stadtverwaltung Kaiserslautern)

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